| Kommunale Organisation Netzwerke sind das Gebot der Stunde |
|||||
| Wie können Kommunen in Zeiten leerer Kassen handlungsfähig bleiben und wie können sie ihre Zukunftsfähigkeit erhalten bzw. erreichen? Diese grundsätzlichen Fragen stellte Michael Hokkeler von der Kommunalen Gemeinschaftsstelle (KGSt) während der Veranstaltung Kommunale Selbstverwaltung Zukunftsmodell oder Auslaufmodell?, veranstaltet von der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Hokkeler wies auf den Wertewandel hin, mit dem sich Städte und Gemeinden seit einigen Jahren auseinandersetzen müssen. Da sind zum einen die geänderten Ansprüche des Bürgers an kommunale Dienstleistungen zu nennen, aber auch zunehmender Wettbewerb, technologische und demographische Anforderungen. In Zeit finanzieller Probleme müssen Produkte, Prozesse und Strukturen mittels interkommunaler Zusammenarbeit oder mit Hilfe von Public Private Partnership (PPP)auf die neue Situation eingestellt werden. Kommunen müssen sich weg von der alleinigen Sicht auf Leistungen für den Bürger entwickeln. Es ist wichtig, eine gute Lösung zwischen dem zentralen Zugang zur Behörde back office und dem dezentralen Zugang für den Bürger front office zu entwickeln, wobei die einzelnen Zugangswege wie Bürgerbüro, Call Center und Internet für die unterschiedlichen Kundengruppen zugänglich sein müssen, schrieb er Kommunalpolitikern und Verwaltungsbeamten ins Stammbuch. Fundament für die neue Ausgestaltung der Organisation von kommunalen Gebietskörperschaften sind u.a. strategisches Management, Qualitätsmanagement sowie Nachfrageorientierung. |
Dass der Aufbau von interkommunalen Netzstrukturen in Deutschland möglich ist, zeigt die Metropolregion Hamburg. Das Projekt hat zum Ziel, die Verwaltungseinrichtungen in der Metropolregion Hamburg, zu der auch die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein zählen, zu vernetzen, um Verwaltungskosten zu sparen und den Bürgerservice zu verbessern. "Dabei dient die Lebenslage "Umzug" als Pilotanwendung" berichtete Thorsten Heinze, Servicebereichsleiter von einem der beteiligten Landkreise Harburg. Unabhängig von den jeweiligen formalen Zuständigkeiten können sich die Bürger im Melde- und Kfz-Wesen an jedes Bürgerbüro wenden, selbst innerhalb eines Abwicklungsprozesses. Mit diesem Projekt werden die Voraussetzungen für eine integrative, verwaltungsgrenzenübergreifende und medienbruchfreie Abwicklung geschaffen. (Foto : Steen Enrico Andersen, Kopenhagen) |
||||