Mobil arbeiten in flexiblen Gebäuden
New Ways of Working – ein Erfahrungsbericht
Lene Ladegård baut ihren Laptop auf, befestigt den Kopfhörer ihres Handys an ihrem linken Ohr, stellt die Kaffeetasse auf ihrem Arbeitsplatz ab und sieht erst einmal nach, wieviele E-Mails sich in ihrem Briefkasten angesammelt haben. Auf dem Weg zu ihrem Platz, den sie sich im Atrium des Deloitte & Touche Gebäudes in Tuborg Süd in Hellerup, südlich der dänischen Hauptstadt Kopenhagen gesucht hat, trifft sie zwei Kollegen ihres Teams. Mit ihnen will sie sich gleich in einen der Besprechungsräume zurückziehen, um ein gemeinsames Thema voran zu bringen und ein paar Informationen auszutauschen.

Abwechselungsreiche Arbeitsplätze im ganzen Gebäude, arbeiten, wo man möchte, gute Akustik und Lichtverhältnisse sowie eine moderne Infrastruktur mit kabellosem Zugang zum Web, separate Besprechungs- und Ruheräume sowie Cafés schaffen gute Voraussetzungen für mobiles Arbeiten. Alle, auch die Manager, suchen sich, wenn sie nicht unterwegs sind oder von zu Hause aus arbeiten, einen freien Arbeitsplatz im Haus. Es stehen Plätze für 6/7 aller Mitarbeiter zur Verfügung, da sich erfahrungsgemäß nicht alle zur gleichen Zeit im Gebäude aufhalten. Dahinter steht die in Skandinavien und England, aber auch in Amerika bereits häufig in die Praxis umgesetzte Philosophie des „New Ways of Working“ oder auch „New Work“.
New Ways of Working verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der je nach Ausrichtung und Vorstellungen eines Unternehmens ganz oder in Teilen umgesetzt wird und sich zudem in der Außen- und Innenarchitektur eines Gebäudes ausdrückt. Stichworte wie Offenheit, Flexibilität, Spontanietät, Transparenz, Netzwerk sowie Kommunikation, kurze Entscheidungswege, Kosteneinsparungen und Mitarbeiterzufriedenheit spiegeln sich jedoch nicht nur in der Architektur wider. Sie schlagen sich ebenfalls im verminderten und damit kostensparenden Raumvolumen sowie in der veränderten Arbeitsweise der Mitarbeiter nieder.


(Fotos: oben links : NBBJ, USA,
unten links und rechts : Steen Enrico Andersen, Kopenhagen)